Inhaltsverzeichnis

Wenn eine geliebte Person stirbt, ist das ein schwerer emotionaler Schlag. Sie möchten sich bei einem Todesfall, beispielsweise beim Tod eines Angehörigen, nicht auch noch mit finanziellen Fragen auseinandersetzen müssen.

Hierbei kommt das Thema Sterbegeld zum Tragen. Hierbei handelt es sich um eine finanzielle Unterstützung an die Hinterbliebenen, um die nun aufkommenden Kosten zu decken.

In diesem Artikel helfen wir Ihnen, Ihren Anspruch auf Sterbegeld besser zu verstehen und zeigen Ihnen, wie Sie in diesem schwierigen Fall Unterstützung erhalten können.

Was ist das Sterbegeld genau und wer bezahlt es?

Das Sterbegeld ist eine Leistung, die dazu dient, die Bestattungskosten für den verstorbenen Angehörigen zu decken. Es ist eine einmalige finanzielle Unterstützung, die in Deutschland in der Regel von der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt wird.

Das Sterbegeld soll Hinterbliebenen helfen, die Kosten, die durch den Todesfall entstehen, zu bewältigen. Doch nicht jeder Bürger hat automatisch ein Anrecht auf diese Leistung. Um Anspruch auf Sterbegeld zu haben, muss der Verstorbene Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung gewesen sein.

Das Sterbegeld von der Krankenkasse wurde jedoch im Zuge der Gesundheitsreform 2004 abgeschafft. Es gibt jedoch weitere Arten der Sterbegeldzahlung, beispielsweise von der gesetzlichen Unfallversicherung, vom Arbeitgeber oder aus privaten Versicherungen. Außerdem steht Beamten generell immer ein Sterbegeld zu.

Sterbegeld der gesetzlichen Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung in Deutschland zahlt in bestimmten Fällen Sterbegeld. Dies gilt aber nur, wenn der Todesfall aufgrund von versicherten Arbeitsunfällen oder einer Berufskrankheit eingetreten ist.

Um dieses zu beantragen, müssen Sie sich an die zuständige Berufsgenossenschaft oder an die Unfallkasse wenden.

Sterbegeld vom Arbeitgeber

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Verpflichtung für den Arbeitgeber, Sterbegeld an Arbeitnehmer zu bezahlen. Es sei denn, eine Sterbegeldzahlung ist Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder in der Betriebsvereinbarung festgelegt.

Besteht der Anspruch, handelt es sich in der Regel um eine einmalige Zahlung des Arbeitgebers, die die Angehörigen finanziell unterstützen sollen.

Sterbegeld von der Rentenversicherung

Das Sterbegeld der gesetzlichen Rentenversicherung wurde Anfang des Jahres 1989 weitestgehend abgeschafft. Der Anspruch besteht nur noch für Personen, die vor dem 1. Januar 1986 in Rente gegangen sind und somit noch Ansprüche aus der alten Rechtslage haben.

Stattdessen gibt es Unterstützung in Form des Sterbevierteljahrs. Die Rente des Verstorbenen wird somit für den Sterbemonat sowie für die beiden darauffolgenden Monate weitergezahlt.

Sterbegeld bei Beamten

Laut Beamtenversorgungsgesetz erhalten die Hinterbliebenen von Beamten eine Einmalzahlung in Höhe von zwei Monatsgehältern. Ist der leistungsberechtigte Ehepartner ebenfalls bereits verstorben, geht das Sterbegeld an die Kinder.

Das Sterbegeld von der Krankenkasse wurde 2004 abgeschafft.

Wer hat Anspruch auf Sterbegeld?

Bis 2004 war das Sterbegeld eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Seitdem wurde die Zahlung auf Sterbegeld jedoch weitestgehend abgeschafft. Anspruch auf Sterbegeld haben grundsätzlich Hinterbliebene und Angehörige des Verstorbenen.

Auch wenn das Sterbegeld von den Krankenkassen abgeschafft wurde, kann weiterhin ein Anspruch bestehen. Beispielsweise bezahlen die Unfallversicherungen und die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder unter bestimmten Bedingungen ein Sterbegeld.

Falls der Versicherte zu Lebzeiten in eine private Sterbegeldversicherung eingezahlt hat, kann auch hier ein Anspruch geltend gemacht werden. Dieser richtet sich nach den Bedingungen der jeweiligen Versicherungen.

Welche Unterlagen werden für den Antrag auf Sterbegeld benötigt?

Damit Sie Sterbegeld beantragen können, benötigen Sie verschiedene Unterlagen, wie zum Beispiel:

  1. Sterbeurkunde des Verstorbenen: Diese benötigen Sie, um den Zeitpunkt des Todes nachweisen zu können.

  2. Bestätigung vom Bestattungsunternehmen: Damit beweisen Sie, dass Sie als Angehöriger die Kosten für die Bestattung übernehmen.

  3. Versicherungsausweis des Verstorbenen: Dies ist nicht zwingend erforderlich, kann aber verlangt werden.

  4. Personalausweis oder Reisepass: Außerdem kann es auch notwendig sein, dass Sie sich als Antragsteller ausweisen müssen, um Ihre Verwandtschaft mit dem Verstorbenen nachzuweisen.

Die Anforderungen sind von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich und bedürfen einer vorherigen Klärung.

Kann man mit dem Sterbegeld die Bestattungskosten abdecken?

Die Kosten für eine Bestattung können in Deutschland sehr hoch sein. Hierfür gibt es das Sterbegeld, welches den Hinterbliebenen helfen soll, zumindest einen Teil der Bestattungskosten zu decken.

Eine vollständige Abdeckung ist möglicherweise nicht möglich, da das Sterbegeld in seiner Höhe begrenzt ist. Dies kann eine große finanzielle Belastung für die Angehörigen darstellen. Informieren Sie sich daher am besten im Voraus über die Kosten einer Bestattung. So können Sie gegebenenfalls weitere Maßnahmen zur Finanzierung, wie zum Beispiel eine Sterbegeldversicherung, in Betracht ziehen.

In erster Linie soll das Sterbegeld dazu beitragen, die finanzielle Last der Hinterbliebenen zu mindern. Es ist nicht dazu gedacht, sämtliche Kosten einer Bestattung zu tragen.

Unfallversicherungen und die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder zahlen unter bestimmten Bedingungen ein Sterbegeld.

Ist das Sterbegeld steuerpflichtig?

Nein, das Sterbegeld ist im Allgemeinen steuerfrei. Da es zu den Hinterbliebenenleistungen zählt, wird es als steuerfrei eingestuft. Dies ist im Einkommensteuergesetz (§ 22 Nr. 1 Satz 3 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa EStG) geregelt und es besagt, dass auf Sterbegeld keine Einkommensteuer erhoben wird.

Bedenken Sie jedoch, dass diese Regelung nur für das Sterbegeld gilt. Für andere Leistungen, wie zum Beispiel eine Lebensversicherung oder Rentenleistungen, können Steuern anfallen.

Kann Sterbegeld vererbt werden?

Sterbegeld ist eine Leistung, die im Todesfall an den nächsten Angehörigen des Verstorbenen ausgezahlt wird. Es soll dazu dienen, die Bestattungskosten zu decken. Aus diesem Grund ist das Sterbegeld im traditionellen Sinne nicht vererbbar, da es speziell dazu gedacht ist, die Kosten der Beerdigung zu mindern.

Sollte das Sterbegeld jedoch höher sein als die Bestattungskosten, dann kann dieser Überschuss Teil der Erbmasse werden und an die Erben übergehen.

Allgemein bestehen für das Sterbegeld bestimmte Bedingungen, daher kann es nicht einfach weitergegeben werden. Wenn Sie weitere Fragen bezüglich der Vererbbarkeit des Sterbegelds haben, sollten Sie sich an einen Anwalt für Erbrecht wenden.

Wer bezahlt die Bestattungskosten?

Die Bestattungskosten tragen grundsätzlich Hinterbliebene und Angehörige des Verstorbenen. Dies beinhaltet die Bezahlung des Bestattungsunternehmens, der Grabstätte und anderer Kosten, die bei der Bestattung entstehen.

Sind Hinterbliebene in bestimmten Fällen nicht in der Lage, für die Kosten der Bestattung aufzukommen, übernimmt der Staat, genauer die Sozialämter, die Kosten. Dies wird als Sozialbestattung bezeichnet und ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft.

Wenn Sie Versicherungen besitzen, die diesen Fall abdecken oder beispielsweise im Arbeitsvertrag ein Sterbegeld vom Arbeitgeber vereinbart wurde, trägt auch das dazu bei, die Kosten für eine Bestattung zu mildern.

Fazit

Letztendlich ist die Abschiednahme von einem geliebten Menschen immer ein einschneidendes Erlebnis, das mit viel Trauer verbunden ist. Das Sterbegeld kann hierbei eine wertvolle Hilfe sein, um zumindest Ihre finanzielle Last in dieser Zeit zu mindern.

Doch egal, wie die finanzielle Situation aussieht, ist es wichtig, dass Sie dem Gefühl von Trauer genug Raum geben, auf die Unterstützung Ihres sozialen Umfeldes zählen oder bei Bedarf professionelle Hilfe holen.

Sterbegeld ist im Allgemeinen steuerfrei.

FREIBERUFLER

Lena Schmidt

Lena Schmidt, eine freiberufliche Schriftstellerin aus Berlin, ist für ihre sorgfältig recherchierten Blogbeiträge über deutsche Antragsverfahren bekannt. Mit ihrer detailreichen und klaren Schreibweise hat sie Tausenden von Lesern geholfen, sich durch die Komplexität von bürokratischen Prozessen zu navigieren. Ihre Arbeit spiegelt ihre Leidenschaft für Transparenz und Benutzerfreundlichkeit in der öffentlichen Verwaltung wider.

Newsletter

Abonnieren Sie meinen Newsletter für neue Blogbeiträge, Tipps & neue Fotos. Bleiben wir auf dem Laufenden!

@2023 Alle Rechte vorbehalten Antragwegweiser.de